Freitag, 30. September 2016

Alles hat ein Ende...

(nur die Wurst hat zwei.)

Alles hat ein Ende und alles hat einen Anfang. Beides kann unglaublich schwierig sein. Ich versuche mir zu sagen, dass ich es schaffen werde und alles in mir habe, um klarzukommen. Es wird schmerzhaft, schwierig, aber ich habe alle Tools, um es meistern zu können.
Es gibt nichts, was man nicht reparieren kann, und ich gehöre dazu. Ich muss den Schmerz akzeptieren und lernen, mit ihm zu leben. Auch wenn es unglaublich einfach ist, in dem Schmerz zu ertrinken, muss ich Platz schaffen für die guten Dinge.
Ich bin nicht bereit, aber das werde ich nie sein. Ich habe Angst und möchte abhauen, hätte am liebsten eine Pause. Hindernisse werden kommen, Herausforderungen werden kommen, egal ob heute oder morgen oder in einem Jahr. Aber ich werde immer besser darin, mit diesen Hindernissen und Herausforderungen umzugehen. Ich weiß, was ich will. Das Ziel ist dort und ich bin hier. Das ist ein Anfang. Auf die Plätze, fertig, los!

Freitag, 23. September 2016

Wochenende

Eeeendlich erwartet mich das Wochenende! Die Woche war unglaublich lang, herausfordernd, lehrreich, ätzend und gut. Und das heißt, dass es eine gute Woche war. So langsam dämmert es mir auch, dass ich bald nach Hause gehen werde. Nach Hause. In meine eigene Wohnung. Zum ersten Mal gehe ich nach Hause und nicht in ein anderes Krankenhaus.
Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass ich eine Woche hier überlebe, und nun sind es fast sechs Monate. Ich bin stolz auf mich und stolz auf alles, was ich geschafft und erreicht habe. Wenn ich nach Hause gehe, gehe ich mit neuen Umgangsmethoden und Tools nach Hause.

Sonntag, 11. September 2016

Die Familie leidet mit

Manchmal muss man sich in Erinnerung rufen, dass die Familien von kranken Menschen auch leiden und alles durchstehen müssen. Gleichzeitig erledigen sie noch ihren Job und haben ihre eigenen Sorgen. Sie stehen Ängste durch, wenn sie ihre Kinder auf diesem schwierigen Weg begleiten und nur bedingt helfen können. Manche Leute verschließen davor die Augen und denken, dass es die Familie ja gar nicht betrifft, wenn jemand anderes krank ist. Aber wie das wirklich ist, weiß man erst, wenn man selbst jemand kranken in der Familie hat. Manche versuchen zu verstehen und möchten den Familien helfen und diese Unterstützung ist toll, auch wenn sie natürlich den Schmerz nicht ganz lindert. Manche wissen auch nicht so recht, was sie zu den Familien sagen sollen oder wie sie sich verhalten sollen. Oft ist es bei Müttern sol, dass ihre Kinder das wichtigste auf der Welt sind und sie vergessen, an ihre eigenen Gefühle zu denken. Man muss für das Kind stark sein. Meine Mutter war über das Wochenende hier und ich habe sie gerade verabschiedet. Im Auto hat sie geweint und mir erzählt, wie es für sie jeden Tag war. Jeden Tag aufzuwachen und nicht zu wissen, ob ich noch lebe. Meine Mama hat beschrieben, wie ängstlich und traurig und wütend sie ist und was das mit ihr gemacht hat - zu wissen, dass mir jederzeit was passieren kann und sie nicht helfen kann. Meine Mutter hat für mich und mein Leben gekämpft. Sie war ständig da und war von meiner Krankheit immer so eingenommen, dass sie kaum ihr eigenes Leben leben konnte. Wer kümmert sich also um die Familien? Wer kümmert sich um die Eltern? Vielleicht sollten wir uns da alle ein wenig mehr unterstützen. Und wenn es nur ein einfaches "Hey, ich denke an euch und weiß, dass es ziemlich schwierig ist" ist. Wir können nicht alles verstehen, aber wir können uns unterstützen.